Infos rund um Crenali & handgefärbte Wolle


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Portrait Pflanzenfärberin Dorothea J. RichterWer steckt hinter Crenali?

„In erster Linie steckt dahinter eine naturliebende Familie und ein Zusammenschluss von ein paar Freunden. Auf alle Fälle kann man sagen: Es sind kreative Köpfe am Werk. Und wo holt man sich die besten Ideen? Richtig – in der Natur und an der frischen Luft.“

Wer ist der Kopf von Crenali?
Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um dir Infos rund um Crenali & handgefärbte Wolle zuteil werden zu lassen:
„Dorothea, die mit Enthusiasmus und Experimentierfreude Schönes für das tägliche Leben kreiert. Dabei findet sie ihre Ideen und Inspirationen nicht zuletzt auf Spaziergängen oder Wanderungen in der wilden Schönheit des südlichen Schwarzwaldes – sei es für das Färben von Garnen und Spinnfutter mit Pflanzenfarben oder das Entwerfen von Strick- und Häkeldesigns, Upcyclingprojekte oder für besondere Koch- oder Backrezepte. Auch die Nähmaschine bringt Dorothea zum Glühen - nur die Seifen stammen von einem süddeutschen Partner.

Kurzum: Alles bei Crenali entsteht mit viel Liebe und Gespür für´s Detail.“
 


Willst du noch mehr Infos über Dorothea wissen?

Dann ist der Beitrag aus der Holunderelfe von 2018 genau richtig!


Farbentanz - wie die Farben in meinem Leben zu tanzen begannen

Färberei | Notfallmedizin | Mensch seinEs ist 1:24 Uhr in der Nacht, ich bin müde und erschöpft. Es ist der 4. Einsatz in Folge, wir haben gerade nach einer Reanimation den Patienten in der Klinik abgeben. Die Familie des Patienten ist verzweifelt, überrumpelt und verängstigt. Wird er es schaffen?
Viele dieser Einsätze bringen mich ins Grübeln, schaffe ich es, das Grau nicht mit nach Hause zu nehmen? Wird es mich eines Tages mürbe machen?

Die Antwort lautet nein - denn nach Feierabend und einem Erholungsschlaf werde ich in die Färbeküche fahren und Wolle bunt machen. Früher hätte ich noch den sportlichen Ausgleich gehabt, neben Leichtathletik und Turnen tanzte ich knapp 18 Jahre Ballett, was leider meinem Beruf zum Opfer fiel.

Nach der Schwangerschaft und Geburt meines ersten Sohnes war mir klar, dass ich meine kreative Ader aufleben lassen will. Erst begann ich wieder mit Handarbeiten wie Stricken und Häkeln. Kurze Zeit später wollte ich meine eigene Wolle färben - und weil ich der Natur sehr verbunden bin, war schnell klar, dass das mit Pflanzenfarben passieren sollte.

Ich wälzte viele Bücher, recherchierte im Internet, probierte mich an Solarfärbungen. Ich hatte schnell Blut geleckt und mein Herz war an die Naturfärbungen verloren.

Inzwischen ist die Werkstatt erheblich gewachsen, es schwimmen immer einige Stränge in der Beize, so dass sofort gefärbt werden kann, sobald die Färbeflotten angesetzt sind. Auch im Garten wachsen Färbepflanzen wie Krapp, Waid, Frauenmantel und viele andere, so dass ein Teil mit selbst angebauten Pflanzen gefärbt werden kann.

Es ist spannend zu sehen, welche Pflanzen leuchtende Farben bringen, welche eher matt und pastellen sind. Auch der Einfluss von unterschiedlichen Beizen lässt mich nicht los. Ich jongliere und mische und erfreue mich an dem Farbenspiel, was sich mir darstellt.

Schon als Kind liebte ich die Farben und malte bunte Bilder - leider traf ich damit nicht immer den Geschmack meiner Kunstlehrer. Umso mehr freut es mich, wenn meine Färbungen heute die Kunden erfreuen.

Ich verbinde meine früheren Hobbys wie Tanzen und Malen im Färben der Wolle und schreibe somit meine ganz persönliche Choreographie meines Farbentanzes.