Wollfest Rückblick No. 1: WollLandia 1 in Kieselbronn

Aktuell ist aufgrund der Pandemie die Wollfest-Szene ja wirklich hart getroffen (Wie natürlich die gesamte Reise- und Veranstaltungsbranche). Das Zusammensein, Wolle bekuscheln und der Austausch sind mit einem Schlag weg gerissen worden. 🥴

Daher habe ich beschlossen, ein paar Rückblicke zu geben, um wenigstens ein bisschen Wollfest-Flair zu erhalten und die Zeit bis zum Wiederaufleben unserer „Klassentreffen“ etwas zu verkürzen.

WollLandia in Kieselbronn 2018

Das badische Kieselbronn wurde für zwei Tage zum Wollmekka

Ich gestehe, von Kieselbronn hatte ich bis zur Zusage beim Wollfest noch nie gehört. Und dann dachte ich auch noch, es sei im Schwäbischen – Asche auf mein Haupt! Natürlich gehört dieses beschauliche Örtchen noch zu Baden. 😁

Erica Carnevale hat etwas ganz großartiges geschafft: Sie hat in der dortigen Halle eine bunte Mischung an Pflanzen- sowie Säurefärbern mit Faserkünstlern und Drechslern versammelt, womit wirklich jeder auf seine Kosten kam.

Packen ist immer das Schlimmste!

Ich bin recht kurzfristig eingesprungen, da einer der geplanten Aussteller ausgefallen war. Also hiess es in Rekordzeit noch ausreichend Waren produzieren, um nicht mit leeren Händen dort zu stehen.

Mit der Unterstützung von Freunden und Familie wurden stunden- und nächtelang Wolle gefärbt, gesträngelt und etikettiert. Allen Widrigkeiten zum Trotz, den draussen hatte es tatsächlich noch Schnee und eines morgens waren meine Löffel eingefroren. 🤣

Standaufbau 2018

Zwei Tage wahnsinns Party!

Gemeinsam mit meiner Familie (ich habe tatsächlich zu dem Zeitpunkt MiniJunior noch gestillt) ging es Samstag in aller Herrgottsfrühe los, um unmittelbar zur Hallenöffnung den Standaufbau zu erledigen – sowas mache ich nie wieder. 😅

Mein Mann war bemüht, mich zu unterstützen, aber wenn wir eines gelernt haben: Ich habe da so meine Vorstellungen, wie mein Stand auszusehen hat. (Manche nennen es auch meinen inneren Monk…) Und diese zu erfüllen ist nicht ganz einfach, wenn man sonst rein gar nichts mit Wolle zu tun hat. Danke natürlich trotzdem an dieser Stelle für die Unterstützung.

Dennoch hatte ich es geschafft bis zur Öffnung der Türen die Wolle an Ort und Stelle zu bringen, denn danach war dafür schlicht keine Zeit mehr!

Die Schlange vor der Halle hatte ich bis zur Öffnung gar nicht mitbekommen, aber dann….

… stürmten die Massen die Halle und plünderten unsere Stände leer! Es war wirklich wahnsinnig, wie viele Menschen mit uns auf diesen Tag hingefiebert hatten und sich in das Wollgetümmel gestürzt hatten.

Kleiner Blick auf die anderen Stände

Warum Wollfeste solche Parties sind

Aussenstehende verstehen oft nicht, was wir so faszinierend an Wollfesten finden. Das liegt ganz einfach daran, dass sie selbst noch nie dort waren!

Ich erhielt kurzerhand Unterstützung von Sabine Pesl, die mit ihren getöpferten Garnschalen eine tolle Ergänzung zu meinem Sortiment mitbrachte. Und ich war Gott froh, dass ich am Samstag nicht alleine am Stand war. Es kamen so viele Menschen, die Beratung und Gespräche suchten, denen man sich widmen möchte, ohne andere vor den Kopf zu stossen.

Und davon kamen wirklich viele.

Blick aufs Sortiment und ein Schnappschuss mit Färbekollegin Gesa Drechsler

Und neben all dem wurde geredet, gelacht und gefeiert, gegessen & getrunken. Es heisst ja nicht umsonst WollFEST, oder?

Es treffen sich lauter Wollverrückte von wirklich überall her – kein Weg wird gescheut, es wird sich gegenseitig unterstützt, ausgeholfen und ausgetauscht. Es fühlt sich nicht an wie Konkurrenz, nein: Es ist Familie!

Und das hat Eri ganz wundervoll mit ihrer warmen und herzlichen Art entscheidend geplant und organisiert!

Ein Foto von mir am Stand gab es tatsächlich auch.

Und das Resümee?

Das ist ganz schnell gesagt: Es war eine gigantisch tolle Sause und trotz all dem „Stress“ war ich erfüllt von all den Begegnungen mit so vielen lieben Menschen!

Was wäre ein Wollfest ohne eigene Beute? Eben. Unschwer zu erkennen ist hier vermutlich auch meine Leidenschaft für Handspindeln…

StrickDesign Vandretur – die verzopfte Socke

Langsam kommt sie wieder – die Jahreszeit in der man offensiv zu seinen Wollsocken greifen kann. Ich mache das zwar auch in jeder anderen Jahreszeit, aber ich habe festgestellt, dass nicht jeder so kalte Füße hat. 😆

Wollsocken mit dem besonderen Etwas

Das Design fü diese Socken entstand im November 2019 – ziemlich unmittelbar nach unserem ersten Wollfestival „Wollsymphonie“ in Neuenburg am Rhein.

Christiane und ich waren nach dem Wollfest-Marathon mit krönendem Abschluss ziemlich erledigt und haben uns nach Österreich zum Wandern verkrümelt. Und wie kann es anders sein: Wir hatten jede Menge Wolle im Gepäck. 🧶

Für mich war schnell klar: Ich brauche DIE Socken zum Wandern. Garn hatte ich schon raus gesucht und auch das Design war vor meinem inneren Auge bereits fertig.

Ein rustikales Zopfmuster vom Schaft bis zur Spitze ist das Hauptelement dieser Socken, die somit für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet ist.

Für wen ist das Strickdesign der Socken?

Die Garnwahl entscheidet hier über das Geschlecht 😉 Prinzipiell ist das Design für beide Geschlechter super geeignet, da es sich zu allem kombinieren lässt. ❤️

Die Anleitung ist von Größe 32/33 bis 42/43 geschrieben – da sollte also fast jeder Fuß bestrickt werden können.

Welches Garn und welche Nadelstärke brauche ich?

Gestrickt wird die Vandretur Socks mit einem Fingering / 4ply Garn, das heisst die Lauflänge sollte bei etwa 400m liegen.

Bei der Nadelstärke lege ich dir sehr ans Herz eine Maschenprobe zu machen (die ist natürlich in der Anleitung aufgeführt) – zwischen mir und einer der Teststrickerinnen liegen ganze anderthalb Stärken – und das bei gleicher Maschenprobe 😉

Aus welchem Material sollte ich die Vandretur Socken stricken?

Generell rate ich bei Socken immer zu Sockenwolle – das heisst es sollte neben Merino oder anderen Schurwollgarnen noch etwas enthalten sein, das Stabilität verleiht. Das kann entweder Polyamid sein, oder wenn du es lieber komplett natürlich magst Ramie, Seide und Co.

Ich selbst habe die Socken aus High Twist 400 gestrickt – du kannst aber durchaus auch unsere Wandersmann 420 dafür nehmen.

Beide findest du auch hier im Shop:

Ist die Anleitung anfängertauglich oder nur für Strickprofis?

Eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung begleitet dich quasi von Masche zu Masche. Ausserdem ist für das Muster ein Chart mit dabei, damit du genau weisst, welcher Schritt als nächstes kommt.

Rechte und linke Maschen sind für dich bestimmt kein Problem – und solltest du noch nie Zöpfe gestrickt haben, dann lernst du es bei diesem Design bestimmt. 🙃

Und solltest du doch einmal Fragen haben, dann scheue dich nicht Kontakt aufzunehmen – schau am Besten auch mal in unserer Facebook-Gruppe vorbei. Dort sind auch die Teststrickerinnen (ich nenne sie ja gerne liebevoll Teststrick-Bienchen) vertreten, die bei Fragen sicherlich gerne beratend an deiner Seite sind. 🐝

Welche Farbe soll ich verwenden?

Da die Socke mit einem sehr dominanten Muster daher kommt, empfehle ich ein eher einfarbiges Garn. Semisolid ist sicherlich auch kein Problem – bei all zu wilden Farben könnte allerdings das Muster untergehen.

Wo kann ich die Anleitung kaufen?

Die Anleitung gibt es bei uns im Shop oder auf Ravelry.

Und das Beste: Die passenden Garne gibt es auch gleich dort zu entdecken und zu shoppen. Also worauf wartest du noch, klick dich zu uns durch – meine Community freut sich auf dich! 🤗

FaserGeflüster No. 4 – Alpakas

Wusstest du, dass ich 2017 Autorin für das Heft „Holunderelfe“ war❓ Tatsächlich habe ich da bereits über Alpakas berichtet. Also liegt es nahe, die Inhalte wieder etwas zu entstauben und ich lasse dich natürlich sehr gerne daran teilhaben. ❤️

Wie kann man am Besten über Alpakas berichten? Diese Frage stellte ich mir, als ich ans Schreiben dieses Artikels im Oktober 2017 ging. Die Antwort war jedoch schnell gefunden: Ich will Alpakas besuchen, direkt anschauen, vielleicht sogar anfassen und Fachleute dazu befragen. Googeln kann ja schließlich jeder. 😉

Kurzerhand telefonierte ich mit dem Mundenhof im südbadischen Freiburg – ich bin ja generell ein Fan von regionalen Quellen. Die Antwort war freundlich und prompt und der Termin für den Besuch war schnell gemacht. Ein riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle an Till Meinrenken vom KonTIKI und die FÖJ´lerin Pia Kamsties, die mir alle Fragen rund um die Tiere beantwortet haben und es mir ermöglicht haben, die Herde von sieben Tieren (fast) hautnah erleben zu können. So ganz ohne Zaun dazwischen ist das schon toll! 🤗

Ein Querschnitt über die Arbeit mit Tieren im KonTIKI des Mundenhofes folgt später, jetzt aber erstmal zu den Alpakas.

Das Alpaka im Blick

Herkunft der Alpakas

Alpakas gehören zu den sogenannten Neuweltkamelen und stammen aus Peru, wo sie halbwild in 3.500 bis zu 5.500 Höhenmetern leben. Sie sind verwandt mit den Lamas, die jedoch weiter südlich angesiedelt sind.

Die Verbindung der Alpakas zu Wildtieren liegt in allergrößter Wahrscheinlichkeit bei den kleineren Vikunjas (allerdings ist das nach Angaben von Till Meinrenken nicht eindeutig geklärt), während bei Lamas die genetische Übereinstimmung bei den größeren Guanakos liegt. Theoretisch wäre eine Kreuzung von Alpakas und Lamas möglich, was jedoch normalerweise nicht vorkommt.

Lebensform der Alpakas

Die Tiere leben in Herden mit meist einem Leittier pro Gruppe, wenn ein Hengst dabei ist, dann leitet dieser die Herde. Bei der im Mundenhof besuchten Herde ist das Leittier jedoch nicht ganz eindeutig zu bestimmen, da es eine reine Stutenherde ist.

Schwache Tiere werden in der freien Wildbahn aus der Herde verstoßen, da sie sonst zu angreifbar werden.

Alpakas wahren die Distanz zum Menschen, egal ob in der freien Wildbahn oder in Gefangenschaft. Lediglich zur Schur werden sie in Peru zusammengetrieben, ansonsten leben sie wild.

Alter, Größe und Gewicht

Die Alterserwartung von Alpakas liegt bei 20-25 Jahren, in Freiheit wie in Gefangenschaft. Natürliche Feinde sind Pumas, Wölfe und Füchse.Mit zunehmendem Alter nehmen Krankheiten zu: Erkrankungen der Zähne, Augen und der Haut sowie Befall durch Ungeziefer sind möglich.

Alpakas haben ein Stockmaß von 80 – 100 cm und bringen ca. 70 – 120 kg auf die Waage (je weniger Nachwuchs sie bekommen, desto mehr verfetten die Alpakas).

Das Alpaka

Fortpflanzung – auch das muss sein 🙃

Die Tragzeit von Alpakas liegt bei 342-350 Tagen und sie gebären in der Regel ein Junges. Geburten finden in Freiheit tendenziell im Frühjahr statt, hier in Deutschland im Herbst (was ja aber in Südamerika Herbst ist – ob die innere Uhr das spürt? Man weiß es nicht so genau.).

Anatomie

Der Körperbau ist durch lange, schlanke Beine, einen langen dünnen Hals und kleinen Kopf charakterisiert. Bei den Beinen fällt auf, dass die Vorderbeine kürzer sind als die Hinterbeine, was beim Galopp lustig anmuten kann. Ihre Wirbelsäule ist gerade und nicht wie bei Lamas gebogen. Daher eignen sie sich nicht zum Tragen von Lasten oder zum Reiten.

Anatomisch fällt auf, dass die Alpakas zwar Schwielensohler sind, jedoch auch sehr scharfe Klauen haben, mit denen sie sehr fest zutreten können. Wichtig zu wissen ist, dass ihnen das Treten in alle vier Richtungen möglich ist, sie schlagen also nicht wie Pferde tendenziell nur nach hinten aus.

Im Kampfgeschehen verteidigen sie sich in Form von Treten und Beißen – das Spucken, das wir ja von ihren Verwandten, den Lamas, kennen, wenden sie eher innerartlich an. (Wobei auch ich bei meinem Besuch ein nach uns Menschen spuckendes Alpaka erleben durfte, da es anfangs nicht ganz überzeugt von meinem Besuch war 😉 )

Kampfansage ist bei den Alpakas intensiver Augenkontakt. Daher sollten wir Menschen uns nicht unbedingt hinreißen lassen, die Tiere zu stark zu fixieren. Wobei das Spucken ja deutlich geringer ausfällt, als ich dachte. 🤣

Ernährung bzw. Nahrung

Als Futter dient den Tieren Gras, Heu, Wasser – generell ernähren sie sich eiweißarm und machen auch vor Dornensträuchern keinen Halt. Sie können bescheiden sein, was die Nahrung angeht und haben einen langen Speicher. Man kann sagen, dass Alpakas ähnlich dem Esel sehr gute Futterverwerter sind.Anatomisch ermöglicht ihnen ihr hornhäutiger Mund das verletzungsfreie Pflücken und Fressen von Dornen und Sträuchern. Sie sind Wiederkäuer und haben einen 3-teiligen Magen, um die aufgenommen Nahrung entsprechend zu verarbeiten. Mineralien nehmen die Tiere aus Quellen und Steinen auf, da sie ja naturgemäß aus kargen Gegenden stammen. Bei der Haltung in Tierparks muss den Tieren jedoch Mineralfutter in Form von Müsli gegeben werden, um die Ausgewogenheit der Nahrung zu erhalten. Zudem benötigen die Tiere Selen, da in unseren heimischen Gräsern zu wenig davon vorkommt. Hierzu erhalten sie 2x jährlich eine Selen-Spritze.Damit die Tiere anständig fressen können, müssen ihnen einmal jährlich die Zähne geschnitten werden, da diese kontinuierlich nachwachsen und sich sonst ein Überbiss entwickeln würde. Und das Besondere: Sie haben Eckzähne, die sie durchaus einzusetzen wissen.

Die Alpaka Herde des Mundenhof Freiburg

Das Fell – und somit vielleicht das Wichtigste für uns Stricker & Spinner

Was das Fell, weswegen sie gezüchtet werden, angeht, können bei den Alpakas zwei Arten unterschieden werden: Die Huacayas und die Suri.

Huacayas haben eine feine und gleichmäßige Faser, während Suri durch ihre gelockten Strähnen, die am Körper herunter hängen, auffallen.

Suri haben im Gegensatz zu Huacayas mehr Haarprobleme, was durch ihre Fellstruktur kommt. Suris vererben ihre Fellstruktur rezessiv, das muss bei Nachzuchten beachtet werden.

Um ihr Fell zu pflegen, wälzen sich Alpakas am Boden, um einem Parasitenbefall vorzubeugen. Am Besten wäre hierbei theoretisch Lagerfeuerasche, da diese alkalisch ist.

Die Haarstruktur ist der des Menschen sehr ähnlich, sie hat deutlich weniger Lanolin als die der Schafe und wird oft als hypoallergen beschrieben.

Bei der Fellfarbe sind fast alle Farben möglich, von reinweiß bei den Albinos über Beige- und Brauntöne bis hin zu Grauabstufungen und gescheckten bzw. mehrfarbigen Tieren ist alles möglich.

Bei den Albinos fällt auf, dass diese gesundheitlich deutlich anfälliger sind als die farbigen Artgenossen.

Schur & Wollgewinnung

Die Tiere werden 1x jährlich (im Frühjahr) geschoren, dazu ist eine Fixierung der Tiere nötig, um Verletzungen zu vermeiden. Die Schur dauert durchschnittlich 13 Minuten pro Tier.

Das Scheren ist wegen der Hitze und Vermeidung von Parasitenbefall nötig.

Nach der Schur muss die Wolle gewaschen werden, um Dreck und Staub, die durch das Wälzen enthalten sind, zu entfernen.

Hierbei fällt auf, dass man mit einem Waschgang deutlich sparsamer ist, als bei Schafwolle, bei der 2-3 Waschgänge nötig sind.

Das Leittier der Herde

Qualitäten der Wolle

Die geschorene Wolle wird in drei Qualitäten unterschieden, wonach sich dann die Verarbeitungs- und Nutzungsform richtet.

Die 1. Qualität eignet sich zur Herstellung von Wolle und Garnen; hierfür wird ausschliesslich das Fleece genutzt, welches von Brust und Rücken gewonnen wird.

Die 2. und 3. Qualität kann hingegen für Kissen- bzw. Deckenfüllungen, Dämmmaterial und Dünger verwendet werden.

Mit zunehmendem Alter der Tiere sinkt die Wollqualität und ist nicht mehr so vielseitig nutzbar, weil sie an Glanz und Weichheit verliert.

Eckdaten für dich zusammengefasst:

  • In den Bergen Perus in 3500-5000 Höhenmetern fühlen sich Alpakas so richtig wohl
  • Mit ihrer Faserlänge von 5 bis 15cm bei den Huacayas und bis zu 28cm (!) bei den Suri Alpacas, die zwischen 15-35 Micron betragen, kann sich das daraus gesponnene Garn wirklich sehen lassen – der durchschnittliche Micron Wert liegt bei +/- 20
  • Die Fasern der Huacayas sind wunderbar flauschig und dennoch glänzend mit hoher Dichte
  • Suri Fasern fallen durch ihre langen und glänzenden Locken auf
  • Die Farbpalette reicht von verschiedenen Brauntönen über rötliche Färbungen zu Weiß und Schwarz – da ist so ziemlich alles dabei
Alpakas auf der Weide

Fazit

Alles in allem muss ich sagen, haben mich die Alpakas begeistert und die Alpaka Wolle ist noch besonderer für mich geworden.

Es ist toll, dass ich im KonTIKI (Kontakt-Tier-Kind) des Natur- und Erlebnispark Mundenhof die Tiere genauer kennenlernen durfte!

Und was genau ist jetzt dieses KonTiKi?!

Ich hatte zu Anfangs ja erwähnt, dass ich die Arbeit des KonTIKI, der naturpädagogischen Bildungs- und Freizeiteinrichtung in Freiburg noch ein wenig erklären möchte:


Kindern die Möglichkeit zu eröffnen die Natur spielerisch zu entdecken und zu erfahren ist das Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Kinder werden im Umgang mit den Tieren zu selbstständigem Handeln angeregt und lernen es, Verantwortung für Tiere und Mitmenschen zu übernehmen. Ausserdem können sie sich aktiv für den Schutz der Umwelt und Natur einsetzen.


„Kontakt zu Tieren zu haben ist die Sehnsucht vieler Kinder. Im KonTiKi können sie in der Begegnung mit den Tieren deren Bedürfnisse, Gefühle und Verhaltensweisen kennenlernen.

Durch die Verarbeitung von tierischen Produkten (wie Wolle, Eier, Milch, Honig) erleben die Kinder Tiere auch als Nutztiere. So wird für sie die Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln und Textilien begreifbar. Gleichzeitig werden sie sich der aufwendigen Verarbeitung bewusst und setzen sich mit ihrer Ernährung auseinander.“ (Quelle: Mundenhof)

Wer sich eingehender mit der Arbeit des KonTIKI befassen möchte, findet unter http://www.freiburg.de/pb/,Lde/234532.html weitere Informationen.

Die Alpakas im Mundenhof Freiburg

Im Winter sind die Tiere nachts im Stall, prinzipiell wäre aber die Haltung auch ganzjährig draussen möglich. Drinnen ist jedoch die Kontrolle über den Gesundheitsstatus der einzelnen Tiere besser und individueller möglich.


Alle Freiburger Alpakas sind nicht kastriert, aktuell leben dort nur Stuten im Alter von 4 bis 17 Jahren, die ohne Hengst nur selten bis gar nicht rossig werden.


Ohne Hengst ist die Herde ruhiger, für die Tiergestützte Pädagogik wäre aber eine reine Wallach-Herde besser, da Stuten auch mal zickig sein können (wie beim Menschen, oder?)

Hier findest du Alpaka Garne in unserem Shop:

Abschliessend bleibt mir zu sagen: Ich liebte den Mundenhof schon vor meinem Besuch bei den Alpakas – aber jetzt sogar noch ein kleines bisschen mehr. Ich war garantiert nicht das letzte Mal dort, ob mit oder ohne meine Kinder!

Ich freue mich schon auf unser nächstes FaserGeflüster – wir informieren dich sowohl auf Instagram als auch facebook über neue Beiträge – gerne kannst du uns aber auch einfach direkt hier folgen 🤓

Bis zum nächsten Mal,

deine Dorothea

Es ist Herbst – Bedeutung und Merkmale

„Hurra hurra, der Herbst ist da!“ Oder doch eher „Oh nein, jetzt wird es wieder neblig und grau…“

Herbst – der Zwerg hat wieder einmal eine Frage!

Wir kennen es alle: Die Tage werden kürzer, das Laub an den Bäumen färbt sich und manchmal ist es ganz schön neblig. Wie bei allem gibt es natürlich auch bei den Jahreszeiten Favoriten – ich gestehe, ich finde den Frühling und den Herbst eigentlich ganz toll. Wenn der Sommer hier im Südbadischen nicht so heiss wäre, dann wäre der auch okay 🙃

Die Bedeutung des Herbstes – Definition

Wenn man „Herbst“ im Wörterbuch nachschlägt, dann heisst es: Jahreszeit zwischen Sommer und Winter als Zeit der Ernte und der bunten Färbung der Blätter von Laubbäumen oder auch [durch Verfall, Niedergang gekennzeichnetes] Ende eines Zeitabschnittes, einer Ära, einer Epoche, Spätzeit – welche der Definitionen entspricht denn deinem Gefühl?

Bedeutung des Herbstes

Erntedankfest, Laternenumzüge und das erste Feuer im Kamin – das sind für mich tolle Dinge, die ich mit dem Herbst verbinde. Als Kind haben wir Laub gesammelt und gepresst, Tee getrunken und Geschichten gelesen. Herbst bedeutet für mich Gemütlichkeit. ❤️

Da meine Jungs auch so naturliebend sind wie ich, geniesse ich die langen Spaziergänge – auch matschige Hosen sind erlaubt. 😉 Es gibt in jeder Jahreszeit so unendlich viel zu entdecken, aber gerade der Herbst zeigt die Wandlung der Natur so unverwechelbar, oder?

Der Herbst-Typ – was ist das?

Du kennst bestimmt die verschiedenen Typen aus der Farb- und Stilberatung – ich für meinen Teil habe irgendwann in der Pubertät (also quasi vorgestern 🤣) daran teilgenommen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich noch an die verschiedenen Typen erinnere, aber gerade nicht mehr so ganz sicher bin, welcher Typ ich bin – ich vermute aber der Sommertyp… 😅

Was ist der Herbst-Typ?

Jetzt aber mal genug von mir gesabbelt – schliesslich möchte ich mich ja in diesem Absatz dem Herbsttypen widmen!

Wie auch die Natur wird das Aussehen der Menschen von unterschiedlichen Farben bestimmt und somit in verschiedene Jahreszeiten-Typen unterteilt. Wichtig hierfür sind der Teint, die Augen- sowie die Haarfarbe.

Hat man einmal seinen Typen gefunden, kann man sich bei der Wahl der Kleidung an den Farben orientieren, die dem Typ entsprechen. Cool, oder?

Merkmale des Herbst-Typs

Ich hatte ja schon erwähnt, dass der Teint eine ganz entscheidende Rolle spielt – hier finden sich zwei verschiedene Teints wieder: Der Hellhäutige Typ, der auch im Sommer kaum braun wird und dessen Gesicht von netten kleinen Sommersprossen geziert wird und der Typ mit goldbeigem bis pfirsichfarbenem Teint. Auffallend sind bei Letzterem die eindeutig roten Lippen.

Bei der Augenfarbe finden sich vor allem die Brauntöne oder Olivgrün, was ein bisschen an den Edelstein Katzenauge erinnert. Ab und an findet sich auch mal Blau, das jedoch immer einen Grünstich hat.

Wenn wir die Haarfarbe näher betrachten, so finden wir Blond-, Rot- und Braunvariationen. Auffallend ist, dass Wimpern sowie Augenbrauen so gut wie immer die selbe Farbe wie das Haupthaar haben. Nur ganz selten sind sie einen Ticken dunkler.

Farben für den Herbst-Typ

Bleiben wir mal bei den Farben, die in der Farb- und Stilberatung für den Herbst genannt werden – und Hiiilfe – das sind ja sowas von meine Farben! 😅

Typische Herbstfarben

Die Natur macht es uns vor: Im Herbst herrscht Rot vor – und zwar in nahezu allen Variationen. Nur Pastelltöne, die sind für den Herbst-Typen eher nicht zu empfehlen. Aber mal ganz ehrlich – hast du schonmal einen pastellroten Baum gesehen? Ich nicht. 🙃

Sehen wir uns weiter die Blattfärbungen an, so fällt uns ein warmes Orange bis zu verschiedenen Gelbtönen auf. Genauso verschiedene Grüntöne, wie zum Beispiel das Oliv, stehen dem Herbst-Typen hervorragend!

Blicken wir auf den Waldboden, so entdecken wir sicherlich Braun- und Ockertöne, die die Farbpallette hervorragend ergänzen.

Fazit: Der Herbst ist toll!

Wo ich gerade so die Farben und Eigenschaften getippt habe, glaube ich, dass ich auf jeden Fall im Herzen der Herbsttyp bin. 🤣 Und auch mein Kleiderschrank sagt mir, dass ich mich auf jeden Fall zu den Herbstfarben hingezogen fühle.

Egal, ob ich damit genau richtig liege oder nicht: Ich liebe den Herbst. Während ich das hier schreibe, trinke ich meinen warmen Tee, im Ofen prasselt ein Feuer und die Kinder spielen ein Brettspiel. Gemütlichkeit pur!

Wenn dir das alles nicht reicht, wie wäre es mit einer Runde stricken? 😉

Im Shop findest du garantiert das richtige Garn (auch wenn du kein Herbst-Typ bist), mit dem du dir die Herbsttage versüßen kannst. 🧶

Ich kuschel mich jetzt mit meinem Strickzeug zu meinem Nachwuchs – es wollen ja noch Geschichten gelesen werden, bevor wir uns alle zusammen ins Bett kuscheln, zugedeckt bis an die Nasenspitze.

Habt es fein – bis zum nächsten Beitrag. ❤️

FaserGeflüster No. 3 – Pima Baumwolle

Lange habe ich nichts mehr über Fasern verraten – shame on me! Aber du weisst ja sicher, wie das so ist mit Job(s), Familie, Haushalt, … 😅

Heute geht es mal nicht um „Wolle“, denn heute widmen wir uns einer wundervollen Pflanzenfaser. Kennst du denn schon Pima Baumwolle? Nein? Na dann wird es Zeit, dass ich sie dir mal etwas genauer vorstelle. 🤗

Auf dieser Reise geht es dieses Mal nach Peru, denn dort wird am häufigsten Pima Baumwolle angebaut. Genauso wie bei Kaffee, Wein, edlen Stoffen und ähnlichem, ist die Qualität der Pima Baumwolle ausschlaggebend. Wenn alle Bedingungen stimmen, dann erhält man die feinste Baumwolle, die man sich vorstellen kann. Sie wird daher auch die Seide Perus genannt. Ihre Faserlänge, die Weichheit und der schimmernde Glanz sowie ihre ausserordentliche Strapazierfähigkeit machen sie zu etwas ganz Besonderem.

Eckdaten für dich zusammengefasst:

  • In den Küstengegenden Perus finden sich die optimalen Anbau- und Wachstumsbedingungen für diese Baumwollart
  • Mit ihrer Faserlänge von bis zu 35mm ist die Pima Baumwolle besonders weich und dennoch robust – Verfilzungen treten hierbei äusserst selten auf
  • Die Fasern sind strahlend weiß, lassen sich hervorragend färben und sind frei von kratzigen Verunreinigungen
  • Verglichen mit anderen Baumwollsorten ist sie deutlich weicher und absorbierender
  • Die Ernte erfolgt umweltschonend per Hand
  • Das perfekte Garn für Allergiker oder Menschen mit sensibler Haut

Wieso ausgerechnet Peru?

Diese wundervolle Pflanze ist nicht ganz einfach im Anbau, denn sie fordert ziemlich viel. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet in Peru die perfekten Wachstumsbedingungen herrschen. Wandert man an den Küstentälern im Norden Perus kann man üppige Baumwollplantagen finden. Dort saugen die reichen Böden genau die richtige Menge Feuchtigkeit bei fast perfekten Äquatortemperaturen auf. Dass diese Voraussetzungen genau die richtigen sind, kann man sowohl sehen, als auch fühlen.

Wie wird Pima Baumwolle geerntet?

Schauen wir Reportagen über Baumwollernte, dann sieht man in der Regel Maschinen, die durch die Felder ziehen. Dieses Bild findet sich bei der Pima Baumwolle hingegen nicht.

Die Ernte erfolgt vollständig per Hand, was nicht nur umweltschonender, sondern auch faserschonender ist.

Bei der industriellen Ernte mit Erntemaschinen wird die Faser zerstört, wodurch ein gelblicher Farbton entsteht und kratzende Unreinheiten gebildet werden, wodurch die Glattheit der Baumwolle verloren geht. Vergleicht man dazu die Pima Baumwolle, die von Hand geerntet wurde, ist das Ergebnis eine herrlich glänzende Weißschattierung, die sich wunderbar färben lässt und wunderbar weich und glatt auf der Haut anfühlt.

Was ist das größte Qualitätsmerkmal der Pima Baumwolle?

Du erinnerst dich sicher daran, dass bei herkömmlicher Wolle immer von der Faserlänge gesprochen wird und dass ein Garn hochwertiger ist, sobald die Fasern länger sind. Selbiges gilt hier wie bei allen anderen Fasern auch: Je länger und glatter die Faser, desto weicher der Griff.

Verglichen zur herkömmlichen Baumwolle mit einer Faserlänge zwischen 13 und 19mm sticht die Pima Baumwolle mit ihrer außergewöhnlichen Faserlänge von 35 mm deutlich hervor.

Die peruanische Pimabaumwolle ist dadurch seidig und weich, besonders robust und resistent gegen Verfilzungen.

Und Allergiker werden sich freuen, dass sie hypoallergen ist, wodurch sie eine exzellente Wahl für Menschen mit sensibler Haut ist.

Hier findest du Pima Baumwolle in unserem Shop:

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Bis zum nächsten Mal,

deine Dorothea

Neues Strickdesign: Kinderjacke Sandpiper – nahtlos von oben gestrickt

Im Sommer eine Strickjacke? Echt jetzt? Aber klar doch! Gerade an lauen Abenden oder direkt am Morgen ist die Gefahr für eine Erkältung meist am Größten. Und um diese fernzuhalten gibt es jetzt was auf die Nadeln!

Eine selbst gestrickte Kinderjacke – für welche Größen?

Ich freue mich, dir hier mitteilen zu können, dass der Sandpiper für nahezu jedes Kind geeignet ist. Angefangen bei den Windelrockern mit Größe 74/80 (entspricht etwa 6-12 Monaten) geht es bis zu den Schulkids mit Größe 134/140. 💪🏼

Das bedeutet, man kann (natürlich nur auf Wunsch der Kinder, das versteht sich von selbst 😉) die Kinder im Partnerlook bestricken. Aber es gibt auch keine Tränen, wenn man aus der geliebten Jacke heraus gewachsen ist – Mama oder Oma muss nur wieder die Nadeln klappern lassen (ich spreche hier aus Erfahrung, meine beiden Jungs mit 3,5 und fast 7 Jahren lieben beide die Jacken heiss und innig – und das seit nunmehr 2 Jahren!).

Für wen ist das Strickdesign der Strickjacke – Mädchen oder Jungs?

Das entscheidest ganz alleine du! Deine Garnwahl beeinflusst ganz essentiell das Ergebnis. Meine Teststrickerinnen haben verschiedenste Versionen gezaubert. Unifarben, Melange und sogar gestreift waren mit dabei. Mädchenfarben, gedeckte Farben und bunt. Jeder Sandpiper ist damit dein ganz eigenes Unikat. ❤️

Welches Garn und welche Nadelstärke brauche ich?

Gestrickt wird die Jacke mit einem DK Garn, das heisst die Lauflänge sollte bei etwa 200m liegen.

Bei der Nadelstärke lege ich dir sehr ans Herz eine Maschenprobe zu machen (die ist natürlich in der Anleitung aufgeführt) – zwischen mir und einer der Teststrickerinnen liegen ganze anderthalb Stärken – und das bei gleicher Maschenprobe 😉

Aus welchem Material soll ich den Sandpiper stricken?

Da ich den Sandpiper als Sommer- oder Übergangsjacke entworfen habe, empfehle ich dir beispielsweise Baumwolle oder Leinen. Das Design basiert auf unserer Copima 200 – eine wundervoll glänzende Pima Baumwolle und der Pulinea – einem reinen Leinengarn.

Beide findest du auch hier im Shop:

Ist die Anleitung anfängertauglich oder nur für Strickprofis?

Eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung begleitet dich quasi von Masche zu Masche. Du solltest lediglich Kenntnisse in den grundlegenden Stricktechniken wie rechte und linke Maschen, Umschläge, Anschlagen und Abketten haben, dann steht deinem Strickvergnügen nichts mehr im Weg 🤗

Und solltest du doch einmal Fragen haben, dann scheue dich nicht Kontakt aufzunehmen – schau am Besten auch mal in unserer Facebook-Gruppe vorbei. Dort sind auch die Teststrickerinnen (ich nenne sie ja gerne liebevoll Teststrick-Bienchen) vertreten, die bei Fragen sicherlich gerne beratend an deiner Seite sind. 🐝

Welche Farbe soll ich verwenden?

Ich persönlich liebe ja die Naturtöne, daher habe ich den Sandpiper einmal in Sand und einmal in grün gestrickt.

Schau dir das Kind an, das bestrickt werden soll: Ist es eher sanft, wie sich zart kräuselnde Wellen? Dann würde ich dir ein zartes Blau empfehlen. Klettert es auf jeden Baum und du bekommst es fast gar nicht zu sehen? Nimm grün (oder, wenn du es in der Baumkrone finden willst ein Rot 😉). Kleine Prinzessinnen freuen sich garantiert auch über eine rosa Variante. Eine Farbe, die du das ganze Jahr nutzen kannst ist Braun oder sandfarben in allen Nuancen. Im Frühjahr und Sommer erinnert es mich an lange Spaziergänge am Strand, im Winter erinnert es mich an unsere Schaffelle vor dem Kaminofen.
Ich bin schon jetzt gespannt, in welchen Farben der Sandpiper demnächst gestrickt wird – über Fotos in der Facebook-Gruppe und auf Ravelry freue ich mich immer sehr. ❤️

Wo kann ich die Anleitung kaufen?

Die Anleitung gibt es ab dem 20. Juli 2020 um 9.00 Uhr bei uns im Shop oder auf Ravelry.

Das dauert dir zu lange? Dann zögere nicht und komme in unsere Facebook-Gruppe (den Link hatte ich dir oben bereits geschrieben) – denn dort gibt es am Freitag exklusiv für Gruppenmitglieder den Vorab-Verkauf der Anleitung 24 Stunden lang. Los geht´s am 17. Juli 2020 um 20.00 Uhr.

Und das Beste: Die passenden Garne gibt es auch gleich dort zu entdecken und zu shoppen. Also worauf wartest du noch, klick dich zu uns durch – meine Community freut sich auf dich! 🤗

DyerSecret No. 2 – die Enthüllung

Na, hast du gestern deinen Tipp abgegeben, um was es sich hier handeln könnte❓

Ich bin mir ganz sicher, dass du diese Färbedroge kennst – vielleicht in einem anderen Zustand zu einer anderen Verwendung. Auf jeden Fall duftet sie (auch beim Färben) ganz toll ✨

Okay, ich gebe zu, dass ich meinen Mann mit dem Geruch aus dem Haus jagen kann, aber bei mir und auch vielen anderen weckt das Kindheits- bzw. Jugenderinnerungen 🤗

Hier also die Auflösung:

Und? Hast du es gewusst? Richtig – es ist Rotes Sandelholz! Sicherlich besser bekannt als Duftöl oder Räucherstäbchen 😉

Schauen wir uns das Rote Sandelholz also unter botanischen Aspekten etwas genauer an:

Lateinischer Name: Pterocarpus santalinus
Vorkommen: Indien und evtl. China (nicht gesichert)
Früchte: hellbraune, kleine, flache und geflügelte bohnenförmige Hülsenfrüchte
Blütezeit: März bis Mai
Wuchshöhe: 10-15 Meter
Alter: unbekannt
Charakteristik der Rinde: bräunlich-schwarz, tief gefurcht und schuppig
Holzeigenschaften: hart
Standort: überall möglich, sehr robust
Blätter: eiförmige, paarige Blätterform

Und wie ist das jetzt beim Färben?!?

Zum Färben benutze ich die klein geschnittenen Rindenspähne, die einer ordentlichen Vorbereitung bedürfen. Wichtig ist hier vor allen Dingen auch, dass ich die Spähne gut von der zu färbenden Faser trenne – sonst kannst du dir sicher vorstellen, was passiert. Richtig: die ganzen kleinen Spähne hängen in der Wolle und man kriegt sie nur sehr mühsam wieder raus 😅

Der Farbton, der erzeugt werden kann liegt im Bereich Apricot – natürlich ist auch hier wieder alles abhängig von der Beize und der Nachbehandlung.

Alles in allem liebe ich diese Färbung, nicht zuletzt wegen ihrem Duft ❤️

Und nun heisst es: Freue dich auf den 18. Juni, da geht das Rätselraten wieder in die nächste Runde 🤗

DyerSecret No. 2

Auf geht´s in die zweite Runde, bist du bereit❓

Letzte Woche habe ich dir die Blätter der Birke gezeigt – schauen wir uns also mal an, was ich dir diese Woche mitgebracht habe 🔍

So viel sei schon mal verraten: Dieses Mal sind es keine Blätter, aber was ist es denn dann und hast du vielleicht auch eine Idee, welche Farbe man damit färben kann❓

Rinde? Wurzeln? Früchte?

Ich bin auf deine Tipps gespannt und wie immer gilt: Morgen gibt es dann die Auflösung ✨

FaserGeflüster No. 2 – Shetland Schafe

Es ist wieder so weit, das neue Fasergeflüster steht vor der Tür 🤗

Unsere Themenreihe #FaserGeflüster wird heute um eine neue Faser bzw. um ein neues Tier ergänzt – wobei neu eigentlich ein bisschen falsch ist, denn die Faser ist alles andere als neu, sondern eher altbekannt – aber lies selbst 😉

Heute begeben wir uns nach Europa, genauer auf britische Inseln ganz im Norden Großbritanniens: Die Shetland Inseln.

Diese Inseln sind das Zuhause sowie die Namensgeber der heutigen Schafrasse – den Shetland Schafen.

Wusstest du, dass es mehr als 100 Inseln sind, die sich auf dem selben Breitengrad tummeln wie Alaska? Ausserdem werden nur ca. 15 Inseln von Menschen bewohnt und auf einigen der restlichen leben sich Shetland Schafe und Ponies.

Die Umgebung ist rau – nichts desto trotz können die Shetland Schafe dort wunderbar leben, denn sie haben sich dort über einen seeeeehr langen Zeitraum angepasst. So etwa 1.000 Jahre. Krass, oder?

Bewundernswert ist ausserdem die Farbvielfalt, die es unter den Shetland Schafen gibt – es gibt sage und schreibe 11 definierte Farben!

Von klassischem weiß oder schwarz findest du verschiedene Grau-, Braun- und Beigevariationen.

Allerdings sind einige Farben inzwischen durchaus bedroht – zum Glück haben sich einige Züchter dessen angenommen und versuchen die Farben weiterhin in ihrer Zucht zu erhalten und so die Vielfalt am Leben zu halten.

Nun zur Faser an sich – es gibt verschiedene Stimmen: Die einen finden, dass Shetland Fleece die feinsten Fasern der britischen Inseln sind. Die anderen finden es sogar zu deftig, um daraus überhaupt Kleidung herzustellen.

Zu welcher Fraktion gehörst du?

Wenn man es ganz genau nimmt, ist Shetland Wolle eine Wolle für jeden Geschmack, denn sie kann eigentlich alles bieten, was man braucht.

Man muss nur wissen, wonach man sucht und kann danach dann das Fleece auswählen.

Die seidig wirkenden Fasern filzen zum Beispiel sehr schnell, die matten und etwas robuster wirkenden hingegen nicht so sehr.

Wie bei den meisten handgesponnenen und handgearbeitetn Wollprodukten ist es eine sehr schlechte Idee, einen Shetland-Pullover in die Waschmaschine oder den Trockner zu legen, es sei denn, man möchte sehr robuste gefilzte und geschrumpfte Kleidung haben.

Und nun kommen wir zu den Zahlen, Daten und Fakten:

Fasermenge & Charakteristik:

Der Ertrag pro Scherung liegt durchschnittlich bei 0,9-1,8kg, was einer Ausbeute von ca. 65-80% entspricht.

Die ca. 5-11,5cm langen Fasern liegen mit ihrem Faserdurchmesser bei etwa 20-30 Micron. Es gibt jedoch auch Züchter, die längere Fasern mit bis zu 25cm züchten, genauso wie es Züchter gibt, die eine Feinheit von 10-20 Micorn favorisieren. (Hierfür nutzt man lediglich die Nackenhaare der feinsten Fleece). Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Fleece mit 30-60 Micron.

Generell jedoch kann man sagen, dass die durchschnittlichen Micronzahlen bei 23 Micron liegen, wodurch sich heraus kristallisiert, dass sie tatsächlich eher bei den feineren Fasern angesiedelt sind.

Wenn man sich die Fasern mal etwas genauer ansieht, dann fällt auf, dass sie an der Basis breiter und nach vorne hin spitz zulaufend sind.
Die feineren Fasern sind schön gekräuselt, die längeren und gröberen Fasern hingegen sind fast gerade oder wellig.

Um die Farbe der Fasern richtig bestimmen zu können, muss das Fleece erstmal gewaschen werden, denn das Wollfett beeinflusst die Farbe unwahrscheinlich und sobald es richtig herausgewaschen wurde, kann man die echte Farbe bestimmen.

Du erinnerst dich vielleicht, dass ich oben im Beitrag bereits auf die 11 typischen Farben eingegangen bin.

Zum Färben werden üblicherweise die weißen Fasern genutzt, die anderen Färbungen werden dann eher in der Originalfarbe bevorzugt.

Ich persönlich muss ja gestehen, dass ich alle 11 Farben am liebsten „roh“ verspinne, denn das Farbenspiel ist von Natur aus schon wundervoll ❤️

Falls du dir gerne die Shetland Wolle mal genauer ansehen möchtest, dann schau einfach im Shop vorbei, dort haben wir verschiedene Farben einzeln oder auch als Set – das alles findest du hier:

ich freue mich schon auf unser nächstes FaserGeflüster – wir informieren dich sowohl auf Instagram als auch facebook über neue Beiträge – gerne kannst du uns aber auch einfach direkt hier folgen 🤓

Bis zum nächsten Mal,

deine Dorothea

DyerSecret No. 1 – Die Enthüllung

Na – hast du so eine Ahnung, was ich da gestern gezeigt habe? Ich gebe zu, in zerkleinertem Zustand ist es manchmal gar nicht so leicht zu erkennen, gerade bei Blättern. 🌿

Schauen wir uns mal das Enthüllungsbild an, ich schätze, spätestens dann wird der Groschen fallen 🙃

Jetzt ist es klar, oder? Richtig! Es ist die Birke, genauer gesagt die Birkenblätter.

Schauen wir uns also die Birke unter botanischem Aspekt mal etwas genauer an:

Lateinischer Name: Betula
Vorkommen: Europa, Asien und Nordamerika
Früchte: kleine braun-gelbe Nussfrüchte (geflügelt)
Blütezeit: März bis Mai
Wuchshöhe: 20-30 Meter
Alter: bis zu 50 Jahre
Charakteristik der Rinde: weiß, rissig
Holzeigenschaften: hart
Standort: überall möglich
Blätter: leicht dreieckige Blätterform

Und wie ist das jetzt beim Färben?!?

Gute Frage! Ich möchte gern ein wenig darauf eingehen 🤗

Zum Färben können bei der Birke sowohl die Rinde oder (wie hier auf dem Bild zu sehen) die Blätter verwendet werden.

Der Farbton, den man erzielt hängt ganz entscheidend von der Beize oder der Nachbehandlung ab. Prinzipiell ist aber zu sagen, dass die Blätter ein schönes, strahlendes gelb färben. 💛
Und weisst du was? Mit Birkenblättern wurde sogar schon in der Jungsteinzeit gefärbt, wahnsinn, oder❓

Du kannst dich übrigens jetzt schon freuen, denn am 04. Juni 2020 gibt es das nächste Rätsel – bleib dran!