FaserGeflüster No. 8 – Viskose

Der heutige Blogbeitrag dreht sich rund um Viskose. Wieso sie eine super vegane Alternative zur „echten“ Seide ist, erzähle ich dir im folgenden Beitrag.

Viskosefasern und -garne kannst du für alles verwenden, vom Spinnen über das Stricken und Häkeln bishin zum Nähen. Deiner Kreativität sind auch hier mal wieder keine Grenzen gesetzt.

Woher kommt eigentlich Viskose?

Das ist ein klein wenig schwerer zuzuordnen, als wir das sonst gewohnt sind. Doch woran liegt das?

Entgegen den tierischen Fasern und den Pflanzenfasern ist Viskose teilsynthetisch. Der Ur-Rohstoff jedoch sind Cellulosefasern aus Buche, Eukalyptus oder Fichtenholz. Diese werden in verschiedenen Schritten unter Einsatz von Natronlauge und Schwefelkohlenstoff zu Viskosefasern oder Garnen verarbeitet.

Viskose im Portrait
Du willst mehr über Viskose erfahren?

Charakteristische Eigenschaften

Hier vereinen sich die besten Eigenschaften von Baumwolle und Seide in einem Produkt, das zusätzlich auch noch für Veganer geeignet ist.

Viskose ist sehr fein und fliessend und dabei gut zur Haut. Entgegen den Kunstfasern ist sie auch für Sport und Co. geeignet, da sie ungefähr das Vierfache ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Mit ihrem wunderschönen Glanz kann sie es dabei auch wunderbar mit der „echten“ Seide aufnehmen: Beide Fasern sind kühlend und angenehm auf der Haut zu tragen. Und Viskose ist dabei 100% vegan. Cool, oder?

Früher wurde Viskose übrigens oft auch als Reyon oder Kunstseide bezeichnet – womöglich ist sie dir schonmal als solche über den Weg gelaufen?

Viskose als Allroundtalent
Egal ob Garn oder Stoff – Viskose kann sich sehen lassen.

Verwendung von Viskosegarnen

Aufgrund ihrer ähnlichen Eigenschaften zur Baumwolle, kann man Viskosegarne wunderbar für sommerliche Kleidungsstücke verwenden. Aber auch Accessoires werden daraus garantiert ein echter Hingucker.

Vom Platzset über eine gehäkelte Kette – der Kreativität sind auch hier keine Grenzen gesetzt.

Falls du jetzt Lust bekommen hast etwas aus Viskosefasern zu stricken oder häkeln, dann schau doch mal in unserem Sortiment vorbei:

Ich freue mich schon auf unser nächstes FaserGeflüster – wir informieren dich sowohl auf Instagram als auch facebook über neue Beiträge – gerne kannst du uns aber auch einfach direkt hier folgen.

Bis zum nächsten Mal,

deine Dorothea

FaserGeflüster No. 7 – Maulbeerseide

Der heutige Beitrag dreht sich rund um die Maulbeerseide. Wie diese sich von anderen Seiden Arten unterscheidet und was sie ausmacht, erzähle ich dir im folgenden Beitrag.

Maulbeerseide kann man zum Stricken, Spinnen, Weben und Nähen verwenden. Damit ist sie ein echtes Allroundtalent!

Woher kommt die Maulbeerseide?

Kleine Raupen, die sich von den Blättern des Maulbeerbaumes ernähren, sind die Lieferanten dieser edlen Fäden. Aus einem einzigen Faden, der einem fast endlos vorkommt, spinnt der Seidenspinner seinen Kokon, aus dem später dann die Garne entstehen.

Maulbeerseide im Portrait
Du willst mehr über Maulbeerseide erfahren?

Wo lebt der Seidenspinner?

Der Seidenspinner, der auch Maulbeerspinner genannt wird, stammt aus der Familie der Echten Spinner und ist ursprünglich in China beheimatet.

Der Schmetterling gehört mit 3,2 bis 3,8 Zentimetern Breite zu den eher kleinen Falterarten. Farblich ist er mehlgrau bis perlgrau gefärbt. Seine Raupen sind nach der Häutung Grau und weisen zum Teil einen Stich ins Bräunliche und zum Teil einen Stich ins Gelblich auf.

Circa 30 bis 35 Tage nach dem Schlüpfen beginnt die Seidenspinnerraupe sich ihren Kokon zu spinnen. Dafür gibt sie einen einzigen langen Faden aus ihren Spinndrüsen. Diese sondern das Protein ab, aus dem schließlich der Seidenfaden besteht.

Der Faden kann eine Länge von 900 – 1500 Metern erreichen.

Gewinnung der Maulbeerseide

Schon seit circa 2800 vor Christus wird Seide gewonnen. Hierfür behandelt man die Kokons mit heißem Wasserdampf und haspelt die Seide anschließend von Hand ab. Nach einem kurzen Bad in Seifenwasser hält man einen reinweißen Faden in den Händen.

Lauter kleine Seidenkokons warten auf die Verarbeitung.
Lauter kleine Seidenkokons

Eigenschaften der Maulbeerseide

Die wichtigsten Merkmale sind die besonders feine und glatte Oberfläche sowie die hervorragende Aufnahmefähigkeit von Farben während des Färbens.

Maulbeerseide isoliert gegen Kälte und Wärme und kann bis zu einem Drittel ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen.

Wofür kann ich Seide verwenden?

Als absoluter Fan von Edelgarnen liebe ich natürlich auch die Maulbeerseide. Pur eignet sie sich hervorragend für Babykleidung oder Accessoires.

Wenn sie mit anderen Garnen gemischt ist, kann sie zu nahezu allem verarbeitet werden – von Mützen über Oberbekleidung bishin zu Socken: Der Kreativität sind hier überhaupt keine Grenzen gesetzt.

Unser aktuelles Sortiment an Garnen mit Seide findest du hier:

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deine Dorothea

FaserGeflüster No. 6 – Das Kamel

Im heutigen FaserGeflüster geht es um ein Tier, das eine meiner liebsten Edelfasern „produziert“ – das Kamel.

Wundervolle Tiere, die manchmal ein wenig plump wirken. Aber ihre Fasern – ein kuschelweicher und edler Traum. ✨

Herkunft und Fakten über Kamele

Die etwas ungelenk wirkenden großen Tiere mit den zwei Höckern stammen aus den Steppen Nordostasiens.

Gewicht und Größe

Bei der Geburt wiegen die Kälber zwischen 36 und 59 Kilogramm – quasi ein Hauch von Nichts gegen ein ausgewachsenes Tier, welches sein Gewicht mehr als verzehnfacht und bis zu 750 Kilo wiegt. Bei einer Körpergröße von rund 2.80m verteilt auf vier Beine durchaus eine stattliche Figur. 🙃

Alter

Ein Kamel hat durchaus ein langes Leben vor sich: Es kann zwischen 40 und 50 Jahre alt werden. Und das, obwohl der Lebensraum durchaus anspruchsvoll ist.

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FaserGefküster Das Kamel – hier erfährst du spannede Fakten!
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FaserGeflüster No 5 – Merino

Merino ist mit Sicherheit (fast) jedem in der Handarbeitsszene bekannt. In vielen Garnen ist Merinowolle einer der Hauptbestandteile, daher widmen wir uns diesem Schaf im FaserGeflüster No 5.

Aber wusstest du eigentlich, dass Merino nicht nur eine Rasse betitelt sondern mehrere und somit ein Überbegriff ist? Oft werden Merinos auch als die „Royal Family“ der Wollwelt bezeichnet.

Geschichtlicher Hintergrund der Merino Schafe

Bereits im 13. Jahrhundert begannen spanische Könige den Import von Schafen aus Marokko, um diese mit ihren besten Schafen zu verpaaren. Und damit hatten sie definitiv das große Los gezogen und eine perfekte Mischung gefunden!

Den Namen haben sie übrigens vom afrikanischen Stamm, wo sie herkommen, erhalten und ihre einzigartige Feinheit der Wolle war und ist auch noch heute eines ihrer Markenzeichen.

Erst im 18. Jahrhundert begann dann der Export der einzigartigen Schafe, der bis dorthin nämlich verboten und sogar mit dem Tode bestraft wurde.

1809 erreichten mehr als 3000 Tiere dann Amerika und somit war der Grundstein gelegt.

FaserGeflüster No 5 - das Merino
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FaserGeflüster No 4 – Alpakas

Wusstest du, dass ich 2017 Autorin für das Heft „Holunderelfe“ war❓ Tatsächlich habe ich da bereits über Alpakas berichtet. Also liegt es nahe, die Inhalte wieder etwas zu entstauben und ich lasse dich natürlich sehr gerne im FaserGeflüster No 4 daran teilhaben. ❤️

Wie kann man am Besten über Alpakas berichten? Diese Frage stellte ich mir, als ich ans Schreiben dieses Artikels im Oktober 2017 ging. Die Antwort war jedoch schnell gefunden: Ich will Alpakas besuchen, direkt anschauen, vielleicht sogar anfassen und Fachleute dazu befragen. Googeln kann ja schließlich jeder. 😉

Kurzerhand telefonierte ich mit dem Mundenhof im südbadischen Freiburg – ich bin ja generell ein Fan von regionalen Quellen. Die Antwort war freundlich und prompt und der Termin für den Besuch war schnell gemacht. Ein riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle an Till Meinrenken vom KonTIKI und die FÖJ´lerin Pia Kamsties, die mir alle Fragen rund um die Tiere beantwortet haben und es mir ermöglicht haben, die Herde von sieben Tieren (fast) hautnah erleben zu können. So ganz ohne Zaun dazwischen ist das schon toll! 🤗

Ein Querschnitt über die Arbeit mit Tieren im KonTIKI des Mundenhofes folgt später, jetzt aber erstmal zu den Alpakas. im FaserGeflüster No 4.

FaserGeflüster bei Crenali´s Klartext
Das Alpaka im Blick
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