DyerSecret No. 2 – die Enthüllung

Na, hast du gestern deinen Tipp abgegeben, um was es sich hier handeln könnte❓

Ich bin mir ganz sicher, dass du diese Färbedroge kennst – vielleicht in einem anderen Zustand zu einer anderen Verwendung. Auf jeden Fall duftet sie (auch beim Färben) ganz toll ✨

Okay, ich gebe zu, dass ich meinen Mann mit dem Geruch aus dem Haus jagen kann, aber bei mir und auch vielen anderen weckt das Kindheits- bzw. Jugenderinnerungen 🤗

Hier also die Auflösung:

Und? Hast du es gewusst? Richtig – es ist Rotes Sandelholz! Sicherlich besser bekannt als Duftöl oder Räucherstäbchen 😉

Schauen wir uns das Rote Sandelholz also unter botanischen Aspekten etwas genauer an:

Lateinischer Name: Pterocarpus santalinus
Vorkommen: Indien und evtl. China (nicht gesichert)
Früchte: hellbraune, kleine, flache und geflügelte bohnenförmige Hülsenfrüchte
Blütezeit: März bis Mai
Wuchshöhe: 10-15 Meter
Alter: unbekannt
Charakteristik der Rinde: bräunlich-schwarz, tief gefurcht und schuppig
Holzeigenschaften: hart
Standort: überall möglich, sehr robust
Blätter: eiförmige, paarige Blätterform

Und wie ist das jetzt beim Färben?!?

Zum Färben benutze ich die klein geschnittenen Rindenspähne, die einer ordentlichen Vorbereitung bedürfen. Wichtig ist hier vor allen Dingen auch, dass ich die Spähne gut von der zu färbenden Faser trenne – sonst kannst du dir sicher vorstellen, was passiert. Richtig: die ganzen kleinen Spähne hängen in der Wolle und man kriegt sie nur sehr mühsam wieder raus 😅

Der Farbton, der erzeugt werden kann liegt im Bereich Apricot – natürlich ist auch hier wieder alles abhängig von der Beize und der Nachbehandlung.

Alles in allem liebe ich diese Färbung, nicht zuletzt wegen ihrem Duft ❤️

Und nun heisst es: Freue dich auf den 18. Juni, da geht das Rätselraten wieder in die nächste Runde 🤗

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